Autor: Administrator

  • Was tun gegen den Mietenwahnsinn in Potsdam?

    Unsere neue Broschüre ist da!

    Auf 28 Seiten stellen wir die wichtigsten Instrumente einer sozialen Mieten – und Bodenpolitik in Kommunen vor und beschreiben, welche davon in Potsdam genutzt werden – oder eben auch nicht.

    DEshalb passt hier das Fazit aus den vielen Analysen und Recherchen der Broschüre:
    „Alle diese neuen und alten Instrumente brauchen vor allem Eines: Zeit für die politischen
    Debatten und die Umsetzungsbeschlüsse. Ein Mietendeckel verschafft der Stadtgesell-
    schaft genau dafür Raum und die notwendige Zeit. Er kann eine Verschnaufpause für die Mieter*innen sein, eine Möglichkeit, in Ruhe zu schauen, was in Zukunft besser hilft, als einfach den Markt regeln zu lassen, einfach Grundstücke zu verkaufen, den Wertzuwachs Investoren zu überlassen und Verdrängung und Umwandlungen hilflos zu zu sehen.
    In Potsdam bedarf es eines zusätzlichen Drucks, damit die kommunale Politik endlich
    aufwacht und eine grundsätzliche Veränderung hin zu einer sozialen, gemeinnützigen und mieter*innenorientierten Wohnungs- und Bodenpolitik unternimmt.
    Das Bürgerbegehren für einen Mietendeckel von Wohnungen im kommunalen Bestand
    der ProPotsdam kann ein solches Druckmittel sein.“

    Die Broschüre kann im Printformat hier bestellt werden, sie wird in den nächsten Tagen sicher auch auch in vielen Einrichtungen, Hausprojekten und Buchläden ausliegen.

    Oder ihr ladet Sie Euch hier als PDF runter.

  • Das Ende von Babelsberg – wie wir es kennen

    Jetzt kommt also auch noch Libeskind.

    Auf dem Gelände des Filmparks Babelsberg, quasi zwischen dem geplanten „Creative Village“ auf dem ehemaligen RAW – Gelände und dem Campus von SAP und HPI am Griebnitzsee soll gegenüber dem Bahnhof Medienstadt ein Komplex mit 4 Hochhäusern von 44 bis 66 m Höhe und IT Arbeitsplätzen für bis zu 5.000 Menschen entstehen.

    In der Politik und Verwaltung der Stadt Potsdam herrschen „Enthusiasmus“ und „Begeisterung“ – wahrscheinlich wird die Bauverwaltung ihre Prioritätenliste noch mal überarbeiten, um die Bürotürme von Liebeskind an die Spitze zu setzen – bisher steht da noch der andere IT Campus auf dem RAW Gelände.

    Für den ehemaligen Arbeiter*innenstadtteil Babelsberg hingegen ist das eine Katastrophe.

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  • Gentrifizierung im Osten

    Ob in Leipzig, Jena oder Potsdam – Mietenwahnsinn und Verdrängung sind längst auch im Osten Deutschlands angekommen.
    Ein Filmteam aus Leipzig hat sich dem Thema angenommen, um diesen Prozess zu dokumentieren.
    In Potsdam kommen die Menschen aus dem Hausprojekt Tuchmacherstraße zu Wort und im Projekthaus Potsdam wird das Miethäuser Syndikat vorgestellt.

    Der Film wird am Dienstag, den 9. November 2021 um 19.30 Uhr in ZDFInfo gezeigt und kann hier auch online angeschaut werden:

    https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/mieter-unter-druck-wohnungsnot–in–ostdeutschland-100.html

    … Übrigens war die ProPotsdam nicht bereit, vor den Kameras des Filmteams aufzutreten.

  • Filterblasen

    Wir dokumentieren: Rede bei der Kundgebung zum 2. Jahrestag der Besetzung des Hauses in der Feuerbachstraße 36 in Potsdam:

    Kritische Stadtpolitik in Potsdam fühlt sich schon seit Jahren so an, als wenn die Stadtgesellschaft auf der einen sowie Politik und Verwaltung auf der anderen Seite in völlig verschiedenen Welten leben.

    In der digitalen Sprache nennt man das wohl Filterblasen.

    Filterblasen zeichnen sich dadurch aus, dass einem ein entsprechender Algorithmus die eigene Sicht immer wieder neu bestätigt und nur Positionen wiedergibt, die ähnlich der eigenen sind.

    Im Grunde stehen wir hier vor so einer Filterblase. Vor zwei Jahren haben Aktivist*innen dieses leerstehende Haus besetzt und damit auf Leerstand, Spekulation, steigende Mieten und eine Politik verwiesen, die nichts dagegen tut.

    Heute stehen wir hier vor dem leerstehenden Haus und verweisen auf Leerstand, Spekulation, steigende Mieten und eine Politik, die noch immer nichts dagegen tut.

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  • Feuerbachstraße: 2 Jahre nach der Besetzung hat sich nix geändert.

    Wir dokumentieren: Aufruf zur Kundgebung am 24. Oktober 2021, ab 14 Uhr Feuerbachstraße in Potsdam West

    Zwei Jahre ist es nun her, dass die Feuerbachstraße 36 besetzt wurde! Außer dass Auseinandersetzungen zwischen Besitzenden und dem Bauamt öffentlich gemacht wurden, ist seit der Räumung scheinbar am und im Haus nicht viel passiert. Es steht immer noch leer während es nach wie vor an bezahlbarem Wohnraum sowie Räumen für kollektive, künstlerische Prozesse und antikapitalistische gelebte Demokratie mehr als mangelt.

    Natürlich wäre es viel schöner den zweiten Geburtstag der feubi36 mit Konzerten, Workshops, offener Fahrradwerkstatt, Ausstellungen, den ersten Bauerfolgen, Nachbarschafts-Café und Küfa IN der Feuerbachstraße 36 und dem weitläufigen Garten als fest etablierte Begegnungsstätte im Kiez und darüber hinaus zu feiern! Um diesen Utopien wenigstens einen Hauch von Leben zu geben, soll am 24.10.2021 ab 14h eine Kundgebung stattfinden. Mit Redebeiträgen und Küche für Alle vor dem Haus wollen wir gemeinsam den Versuch feiern und erneut auf die Missstände aufmerksam machen, die in dieser Stadt der Normalzustand sind.

    Kommt vorbei, kommt ins Gespräch, seid laut!

    Meldet Leerstand wie diesen: leerstandsmelder@potsdam-stadtfueralle.de

    Hier noch einmal die hochaktuelle Erklärung der Besetzer*innen vor zwei Jahren:

  • Keine Balkonmusik mehr …

    Soziale Verdrängung in der Teltower Vorstadt – oder:

    Wie Balkonmusik, WG`s, Rechtsanwälte und norwegische Aktiengesellschaften zusammenpassen

    Inmitten der einsamsten Zeiten im Coronalockdown blickte (fast) ganz Potsdam sehnsüchtig und etwas neidisch auf die Schlaatzstraße in der Teltower Vorstadt. Dort spielten jede Woche Menschen aus verschiedenen Häusern die schnell berühmt gewordene Balkonmusik. Auch nach dem Lockdown waren die musikalischen und solidarischen Menschen im Kiez Symbol für eine gewachsene Bewohner*innenstruktur – bei Straßenfesten, Geburtstagen und zu vielen anderen Anlässen.

    Das gibt es nicht mehr.

    Die Balkonmusik spielt nicht mehr, die Menschen aus den Wohnungen mussten aus ihren Häusern ausziehen und leben heute verstreut irgendwo in Potsdam.

    Einige von ihnen haben sich an uns gewandt und ihre Geschichten erzählt.
    Sie handeln von vorgeblich sozialen Vermieter*innen, von seltsamen Eigentümerwechseln, Aufhebungsverträgen und dem Frust, aus ihrem Kiez verdrängt worden zu sein.

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  • Wieder einmal ein Spitzenplatz – leider.

    Wir haben schon einige Studien veröffentlicht, in denen Potsdam einen Spitzenplatz einnimmt. Manchmal nehmen wir das kopfschüttelnd zur Kenntniss – wie bei Zuordnungen, Potsdam sei eine kinder – oder fahrradfreundliche Stadt.
    Oft aber hat sich Potsdam seinen Spitzenplatz mit einer falschen Politik redlich verdient – vor allem, wenn es um Mieten geht.

    Diesmal das Portal „Immowelt“ eine Studie zur Mietbelastung von Städten mit mehr als 100.000 Einwohner*innen vorgelegt – und natürlich ist Potsdam wieder weit vorne dabei.

    Update: Und noch ein Spitzenplatz: In einer neuen Studie der ACCENTRO Real Estate AG und dem Institut der Deutschen Wirtschaft – dem Wohneigentumsreport 2021 – belegt Potsdam einen beachtlichen 11. Platz unter den 81 untersuchten Großstädten in Deutschland!

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  • Leerstandsmelder Potsdam – Spekulativen Leerstand beenden!

    Es gibt in Potsdam viele leerstehende Häuser und Wohnungen sowie Hunderte Ferienwohnungen und „Möblierte Wohnungen“, die für horrende Preise und immer nur kurzzeitig und befristet vermietet werden. Alles wertvoller Wohnraum, der den verzweifelten Wohnungssuchenden in Potsdam nicht zur Verfügung steht. Dieser spekulative Leerstand muss endlich beendet werden!
    Meldet Ihn!:

    leerstandsmelder@potsdam-stadtfueralle.de

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  • Pressemitteilung:

    Pressemitteilung:

    Wir dokumentieren: Erster Erfolg für das Bürgerbegehren Potsdamer Mietendeckel

    Im Hauptausschuss am Mittwoch stellte der Oberbürgermeister neue Überlegungen zu einem Potsdam-Bonus bei der Vergabe städtischer Wohnungen vor.

    Das Bürgerbegehren für einen Potsdamer Mietendeckel bewertet dies als einen ersten Erfolg unserer laufenden Unterschriftensammlung.

    Erstmals erkennt die Stadtspitze an, dass das städtische Wohnungsunternehmen künftig die Interessen der Bestandsmieter*innen stärker berücksichtigen muss. Der Vorschlag eines Potsdam-Bonus beinhaltet außerdem das Eingeständnis, dass der Mangel an preisgünstigen Wohnungen nicht allein durch „Bauen, Bauen, Bauen“ behoben werden kann, sondern dass es darauf ankommt, im städtischen Wohnungsbestand gezielt bedarfsgerechten Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

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  • Von China lernen, heißt Siegen lernen!?

    Von China lernen, heißt Siegen lernen!?

    Seit Jahren verweigern sich die wichtigsten politischen Entscheidungsträger der Stadt fast allen bekannten Instrumenten, um den Anstieg der Mieten, um Verdrängung und Mietenwahnsinn wenigstens etwas entgegen zu setzen. Erst am letzten Dienstag erklärten Aktivist*innen aus der Mieter*innenbewegung im Kino Thalia wie in Berlin der Mietendeckel für landeseigene Wohnungsgesellschaften funktioniert – ohne, dass die Pleite gegangen sind, wie hier in Potsdam gerade wieder vom SPD – Stadtverordneten Keller prophezeit wird. Am Dienstag diskutierten rund 50 Menschen auch über Milieuschutz, Mieter*innenräte, Vorkaufsrecht, Erbbaurecht und Vieles mehr – alle diese Instrumente gibt es in Potsdam nicht.

    Die Stadtspitze, die ProPotsdam und die meisten Parteien aus der Stadtverordnetenversammlung waren am Dienstag nicht da. Sie wollen mit uns nicht öffentlich über die besten „Instrumente gegen den Mietenwahnsinn“ diskutieren.

    Stattdessen haben sie sich nun ausgedacht, alle Wohnungssuchenden in Potsdam nach einem Punktesystem zu bewerten. „Einkommen, Haushaltsgröße, ehrenamtliche Tätigkeiten“ sollen einbezogen werden, schreibt die PNN am 16.09.2021. Und natürlich gilt: Potsdamer*in musst Du sein!

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