Seit dem Jahr 2014 führt Georg Friedrich Prinz von Preußen Verhandlungen mit der öffentlichen Hand um Entschädigungszahlungen für Immobilien, Kunstschätze und zur eigenen Reputation. Wir haben mehrfach über den Stand der Dinge, den „Sorgenprinz“ und dessen Verqiuckung mit der Politik des Landes berichtet. Nun melden sich viele „Betroffene“ zu Wort. Denn mit „Klagen“ ist nicht das Jammern der Enderbten, sondern sind deren juristische Klagen gemeint.
(mehr …)Schlagwort: Preußen
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Brandenburg und der Hohenzollernstreit

Am 19.01.2020 fand eine Online-Diskussion zum Thema statt. Die Landtagsfraktion der LINKEN stimmte sich und die Webgemeinde auf die Anhörung im Landtag am Folgetag ein. „Nach der Enteignung der Adelsfamilie wegen ihrer Mitverantwortung für die NS-Herrschaft im Land Brandenburg 1945 befinden sich die ehemaligen Schlösser und Gärten der Hohenzollern in öffentlicher Hand. Sie wurden restauriert, gepflegt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.…
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Visitenkarte der Nation
Bauten von nationalistischer und kolonialer Bedeutung

Quelle: www.africavenir.org Diesmal geht es nicht allein um die Garnisonkirche Potsdams, sondern deren sperriges Pendant in Berlin: das Humboldt-Forum. Die Stadtschloss-Attrappe sorgt dieser Tage für zahlreiche Schlagzeilen. Wenn es um das Forum geht, geht es um Kolonialismus, um die Exponate, genauso um Preußenidealisierung, Glaubensmissbrauch oder rückwärtsgewandte Architektur. Vor einigen Tagen wurde das Humboldt Forum in der Mitte Berlins nun teileröffnet, nur digital. Zum Glück gab es kein Fest um dieses Trauerspiel deutsch-nationaler Verklärung und Schuldverdrängung.
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Adel und Nationalsozialismus
Fakten, Legenden und Interpretationen

WilhelmII-BArch-Bild-102-14437 vom 21.März 1933 vor der GK Für den Freitag den 22. November 2019 lädt die Martin-Niemöller-Stiftung in Kooperation mit dem Potsdam Museum zu einem Vortrag von Stephan Malinowski ein.
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Antisemitismus bei den Hohenzollern

Des Kaisers rechte Gesellschaft
Bildquelle: Bundesarchiv, Bild-102-14437„Ich glaube, das Beste wäre Gas.“
„Die tiefste und gemeinste Schande, die je ein Volk in der Geschichte fertiggebracht, die Deutschen haben sie verübt an sich selbst. Angehetzt und verführt durch den ihnen verhaßten Stamm Juda, der Gastrecht bei ihnen genoß. Das war sein Dank! Kein Deutscher vergesse das je, und ruhe nicht bis diese Schmarotzer vom Deutschen Boden vertilgt und ausgerottet sind! Dieser Giftpilz am Deutschen Eichbaum!“, schrieb der ehemalige Kaiser Wilhelm II. höchstpersönlich 1919 in einem Brief an einen seiner letzten Getreuen. Später glaubte er, „das Beste wäre Gas.“ Unbelehrbar, schickte Kaiser Wilhelm II. am 17. Juni 1940, ein Jahr vor seinem Tod, ein Glückwunschtelegramm an Adolf Hitler und gratuliert zum Sieg über Frankreich: „Unter dem tiefergreifenden Eindruck der Waffenstreckung Frankreichs beglückwünsche ich Sie und die gesamte deutsche Wehrmacht zu dem von Gott geschenkten gewaltigen Sieg ...“
Schon sein Vater, Kaiser Wilhelm I wusste sich zu positionieren. Er ließ am 19. Oktober 1878 im Reichstag „das Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie“ verabschieden und legalisiert damit die von Otto von Bismarck zur Staatsdoktrin erhobene Sozialistenverfolgung. Das ist heute 141 Jahre her.
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Preußens Gloria und geheime Verhandlungen mit Frau Grütters
Die Hohenzollern erhalten ein unentgeltliches Wohnrecht im Schloss Cecilienhof
So zumindest die Wunschvorstellung von Georg Friedrich Prinz von Preußen. Entweder sind die Hohenzollern, die seit 2018 in Potsdam wohnen, pleite und sich zu fein ordentlich Wohngeld zu beantragen, oder sie sind völlig weltfremd. 100 Jahre nach Kriegsende (ein Krieg den Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen, der letzte deutsche Kaiser und Ururopa des Prinzen, begonnen hat), kommen sie wieder aus ihren Löchern gekrochen. Kein Wunder, da die Gesellschaft sich seit Jahrzehnten weigert, die eigene Geschichte aufzuarbeiten und mittlerweile immer weiter nach rechts abdriftet.
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„Preußische Retroseligkeit“
„Zweiter Frühling“ – Die Süddeutsche Zeitung zur Entwicklung der Potsdamer Mitte
Mal wieder: Eine kritische, fundierte und differenzierte Analyse Potsdamer Stadtentwicklung – in der Süddeutschen Zeitung und nicht in MAZ oder PNN.
Vielleicht liest das auch „das sogenannte neue Potsdamer Bürgertum …, sofern es in seinen styroporweißen Villen am Heiligen See nicht nur Tesla-Kataloge oder Buchattrappen in den Bibliotheken stehen hat.“ – um eine der vielen schönen Formulierungen zu zitieren:
http://www.sueddeutsche.de/kultur/ddr-architektur-zweiter-fruehling-1.4035748
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Offener Brief aus der la datscha
Offener Brief
la datscha – Mai 2018Potsdam, Mitte des Jahres 2018 – im Zuge des fortschreitenden Preußenwahns und der damit einhergehenden Verwertungslogik schreitet der Ausverkauf in der brandenburgischen Landeshauptstadt scheinbar unaufhaltsam voran. Im wiedererbauten Stadtschloss tummelt sich das Stadt- und Landesparlament.