Autor: cali

  • 9/11 – ein Tag zum Nachdenken

    20. Jahrestag des Terroranschlags in den USA. 20 Jahre Afghanistan. Und nun?

    „Nie wieder Krieg“ stand schon 1924 auf dem Kollwitz-Plakat zu den Mitteldeutschen Jugendtagen. Nie wieder Krieg wurde zum Motto in den Nachkriegsjahren nach dem Zweiten Weltkrieg. In Ost wie in West. Keine 50 Jahre hat es die Bundesrepublik ausgehalten, sich aus aktiven Kriegshandlungen herauszuhalten. Das Streben nach Macht auf dem internationalen Parket war größer als der Wille zur friedlichen, antimilitaristischen Außenpolitik. Von Deutschen Boden ging zwar kein Krieg mehr aus, aber von hiesigen Boden, von Geltow bei Potsdam, wurden und werden diese Kriegseinsätze seit über 20 Jahre gesteuert (Die Einsätze der Bundeswehr)

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  • Bauen im Bestand

    Der FÜR e.V. und 414films laden morgen (Donnerstag, 9.9.) herzlich in den Hof des Kunst- und Kreativhauses Rechenzentrum zum Themenabend „FÜR – BAUEN IM BESTAND“ ein.
    An diesem Abend wird es darum gehen, warum das „Bauen im Bestand“ die Zukunft und Abriss (auch von Teilen des RZ) aus diversen Gründen nicht mehr tragbar ist. 

    Zu Erhalt und Transformation spricht um 19 Uhr zuerst Architekt Eike Roswag-Klinge (Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA Berlin, ZRS Architekten Ingenieure, Natural Building Lab/TU Berlin) und im Anschluss an eine offene Diskussion wird um 21 Uhr dann die Dokumentation von 414films „Schrott oder Chance – Ein Bauwerk spaltet Potsdam“ über die Abrissdebatten rund um den ehemaligen FH-Bau am Alten Markt gezeigt.

    Filmtrailer: https://vimeo.com/356019363

    Einlass: 18:30, Vortrag: 19:00, Film: 21 Uhr 
    Eintritt frei, Spenden erwünscht

    Mehr Infos zu Film und Vortrag findet ihr hier: https://rz-potsdam.de/cms/event/fuer-bauen-im-bestand-auftakt-der-reihe/

  • Rechenschwäche bei der Stiftung GK

    Die Einen feiern 50. und 6. Geburtstag des Rechenzentrums und die Nachbarin hat es nicht so mit den Zahlen. Rechenschwäche bezeichnet umgangssprachlich die Dyskalkulie. Dies klingt nach „nicht kalkulieren können“.

    In einem Vortrag am 4. Sept.21 hat Martin Vogel – der theologische Vorstand der Stiftung GK – vor kleinem und hochbetagtem Publikum in der Wissenschaftsetage über das leidige Thema Garnisonkirche geplaudert. Es gab nichts Neues und wie immer wenig Konkretes. Es stellte sich eher die Frage, wieso lässt ProWissen Potsdame.V. derartig subjektiv geprägte Allgemeinplätze in seinen Räumen zu? Wollten die nicht den Wissenschaftsstandort Potsdam puschen? Doch wie immer wollen wir uns mehr mit den Inhalten, statt mit den Oberflächlichkeiten beschäftigen. Drei Dingen fielen uns auf:

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  • Sonntagsfrage: Wer soll das bezahlen?

    eine Inforeihe von Oskar Werner zur Bundestagswahl

    Damit ein Staat politisch steuern kann, muss er Steuern erheben. Diese sind in der Regel die Haupteinnahmequelle eines modernen Staates und das wichtigste Instrument zur Finanzierung von Kultur, Wissenschaft, Strukturhilfen und vieles andere mehr. Auch für sinnlose Dinge wie Garnisonkirchen und Rüstung werden Steuern verwendet. Durch die finanziellen Auswirkungen der Steuern auf alle Bürger*innen sind Steuern und andere Abgaben ein fortdauernder politischer und gesellschaftlicher Streitpunkt. Über die Steuergeschenke und -versprechungen der großen Parteien soll es heute gehen. Wer profitiert von wem und in welchem Maße?

    In einigen Zeitschriften, Tageszeitungen und TV-Formaten wurden die Steuermodelle bereits vorgestellt. In PNN und MAZ nicht, deshalb haben wir recherchiert. Die Daten gehen alle auf das ZEW, dem Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim und dem IW, dem Institut der deutschen Wirtschaft zurück.

    Für zwei häufige Familienmodelle haben wir aufbereitet, wie sich die Steuerpläne der altbekannten Parteien auswirken werden. Untergliedert nach vier verschiedenen Einkommensgruppen (Jahreseinkommen) ergibt sich ein sehr differenziertes Bild.

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  • RZ 4ever – DEMO-Aufruf

    FÜR EIN POTSDAM MIT RECHENZENTRUM

    Demonstration am 15. September 2021 // 17 Uhr // Start vom dem Rechenzentrum

    Wir rufen zur Demonstration „Für ein Potsdam mit Rechenzentrum“ auf.

    Das Rechenzentrum, ein städtischer Ort der Kultur, Kunst und Begegnung, den Hunderte von Menschen, Gruppen und Initiativen intensiv und divers nutzen, ist nach wie vor vom Abriss bedroht – und das völlig ohne Not!

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  • VVN-BdA fordert kritische Kommentierung des Glockenspiels

    „Üb immer Treu und Redlichkeit“ sowie „Lobet den Herrn“ erklangen heute vor 107 Jahren im nervigen Halbstundentakt. Der erste große Sieg wurde gefeiert, nachdem am 01.August 1914 im Neuen Palais der deutsche Kaiser dem Rest der Welt den Krieg erklärte.  Der Sieg bei Tannenberg (30.08.1914) galt vielen als Beweis dafür, dass die deutschen das von Gott auserwählte Volk waren und dafür, dass die deutsche militärische Führungskunst überlegen ist. Auch die Richtigkeit des Dogmas der Vernichtungsschlacht wurde bestätigt. Geschickt inszenierte die zeitgenössische Propaganda den umfassenden Sieg als erfolgreichen Kampf des „Germanentums“ gegen das „Slawentum“. „Inszenierung“ ist auch das Label des Glockenspiels an der Plantage.

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  • Sonntagsfrage: Wie zukünftig zur Miete Wohnen?

    Eine Inforeihe von Oskar Werner.

    Den neusten Sonntagsfragen zu Folge, liegt im Bundestagswahlkampf die SPD leicht vor der CDU . Doch was versprechen diese Parteien zum Thema Wohnen oder Miete? Versprechen heißt nicht halten. Bisher hat sich durch die beiden Regierungsparteien wenig oder nichts getan. Im Gegenteil: es gab zahlreiche „Verschlimmbesserungen“ als echte Lösungen. Und was sagen die vielen Juniorpartner*innen? GRÜNE, LINKE, FDP stehen bereit für Machtteilhabe. In der heutigen Zeit ist Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung nicht mehr von Klimaschutz und Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu trennen. Eine komplexe Aufgabe. Das haben viele begriffen. Doch wirklich nachhaltige Lösungen bei den Parteien finden sich in den Programmen nur bruchstückhaft.

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  • „Blinder Fleck der Hohenzollern“

    Wir haben Schuld auf uns geladen, wollen uns aber versöhnen. Klingt nach Garnisonkirche, scheint aber auch die neue Taktik unseres Potsdamer Sorgenprinzen, Georg Friedrich Prinz von Preußen zu sein. Er sei über Rolle der Familie in Nazi-Zeit „erschüttert“. „Ich sehe mich und meine Familie bei der Aufarbeitung der dunklen Kapitel unserer Geschichte in der Verantwortung“, sagte er am Mittwochabend bei der Präsentation des Buches „Der Kronprinz und die Nazis – Hohenzollerns blinder Fleck“ in Berlin. „Dunkles Kapitel“ – welche verharmlosende Formulierung. Auch diese erinnert an die Stiftung Garnisonkirche. Zu den Antworten auf die Fragen: Worum es geht, wer wem hilft und wer dagegenhält …

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  • Vom kleinen Prinzen lernen

    Ein seltsames Demokratie- und Selbstverständnis offenbarte gestern im Hauptausschuss Oberbürgermeister Mike Schubert. Er agierte wie „der kleine König“ aus dem Abendgruß des Sandmanns. Schuld hatten nur Pferd Grete, Hund Wuff oder die Katze Tiger; nur er nicht. Der Anlass: Unter Sonstiges kritisierte der LINKEN-Politiker Dr. Scharfenberg die Erklärung des Kuratoriums der Stiftung Garnisonkirche und wies drauf hin, dass diese einstimmig getroffen wurde. Also mit der Stimme des OBM. Der Beschluss gefährde die Offenheit des Diskussionsprozesses, so Scharfenberg. Im Nachgang entspannte sich eine illustre Debatte dazu.

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  • RZ-Erhalt ist möglich und nötig!

    Heute weist die Ortsgruppe Potsdam von Architects for Future mit mehreren gutachterlichen Stellungnahmen nach, dass der Erhalt des Kunst- und Kreativhauses möglich und geboten ist.Hier schlägt ein kreatives Herz der Landeshauptstadt. In dem Bau der Ostmoderne ist in den vergangenen Jahren ein unglaublich kreativer und lebendiger Sozialraum entstanden“, findet auch die Kulturministerin Brandenburgs.[1] Manja Schüle hat sich gestern ebenfalls für den Erhalt des Kreativhauses Rechenzentrum ausgesprochen.

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