Kategorie: Stadtgeschichten

  • Jahresrückblick 2020

    Eine andere Perspektive auf die Stadt

    Hauptthemen für das Bündnis Potsdam-Stadt-für-alle waren dieses Jahr: das Strandbad Babelsberg, das RAW-Projekt, das Thema Wohnen in Potsdam mit seinen zahlreichen Facetten und Problemen, die Garnisonkirche, das Rechenzentrum, das Klinikum und auch Corona.

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  • PNN geschrumpft

    Was so nicht in der MAZ oder der PNN steht …

    …sondern in der taz! Seltsame Umwege gehen manchmal Nachrichten. Die bürgerliche PNN bedient sich der linken taz, um auf die Schrumpfung an Personal, Mitteln und Zuständigkeiten aufmerksam zu machen.

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  • Die heilige Corona

    Corona ist nach katholischer Betrachtung die Schutzpatronin des Geldes. Gedanken zur Weihnachtszeit.

    Krippe für Purist*innen von Corpus Delicti

    Schon vor Wochen wurde entschieden, es gibt keinen Weihnachtsmarkt in Potsdam. Der alberne „blaue Lichterglanz“ reduziert sich auf den Weihnachtsbaum am Brandenburger Tor. OBM Schubert in der Kutsche mit dem Weihnachtsmann bleibt uns auch erspart. Was bleibt? Schwibbögen und Krippen! Viele Weihnachtskrippen verbinden die Bilderwelt der Adventszeit mit jener des Dreikönigsfests. Diesmal steht ein etwas andere Dreikönigstreffen an. Die unheiligen drei Könige heißen diesmal SARS-CoV-2, ASF-V und H5N8. Diese Viren sind die Könige der Zeit und bestimmen unseren Alltag. Sie lassen nicht bis zum 6. Januar auf sich warten.  Ganz im Gegenteil – sie sind schon da. Angekündigt haben sie sich bereits zu Jahresbeginn.

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  • Grün im Herbst – Chlorophyllverlust

    oder Bündnisgrüne Grundsätze im Wandel der Zeit

    Die Grüne Partei in der DDR wurde (heute vor 31 Jahren) auf dem 6. Ökologieseminar am 24.-26. November 1989 in Berlin-Treptow ins Leben gerufen. Auch Potsdamer*innen waren daran beteiligt. Drei Jahrzehnte später: Eine Bundesvorsitzende der Partei Bündnis90/Die Grünen lebt in Potsdam und das Direktmandat des Landtagswahlkreises gewann ebenfalls eine Grüne. Die Bündnisgrünen sind Teil der Rathauskooperation in Potsdam. Grüne Präsens auf allen politischen Ebenen.

    Letztes Wochenende verabschiedeten Bündnis90/Die Grünen ihr neues Grundsatzprogramm. Viele Gründe, um den Fragen nachzugehen: Alles im „grünen“ Bereich“? Was ist übrig von den Eckpfeilern der sozial-ökologischen, pazifistisch-gewaltfreien und auf Geschlechterparität und Basisdemokratie ausgerichteten Bewegung? Sind wir auf dem Weg zu einer Gesellschaft (einer Stadt) für alle?

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  • „Soldaten sind Mörder!“

    Potsdamer Mahnungen; von Tucholsky bis Neitzel

    Diese Erkenntnis ist so alt und richtig, wie es Kriege gibt. Heute müsste es selbstverständlich „Soldat*innen sind Mörder*innen“ heißen.  Zum ersten Mal hatte Tucholsky 1931 diese Provokation  in der Zeitschrift „Die Weltbühne“ publiziert. Die roten Hefte waren ein Potsdamer Produkt in der Weimarer Zeit gegen den weit verbreiteten, militaristischen Geist von Potsdam.*1

    Gestern (02.Nov.2020) wurde das Buch „Deutsche Krieger: Vom Kaiserreich zur Berliner Republik“ des Historikers Sönke Neitzel veröffentlicht (Professor an der Uni Potsdam). Eine 800 Seiten umfassende Studie, in der Neitzel die deutsche „Kriegskultur“ vom 19. Jahrhundert bis heute untersucht und dabei die Frage stellt, was ein Leutnant des Kaiserreichs, ein Offizier der Wehrmacht und ein Zugführer der Bundeswehr in Kunduz-Einsatz gemein haben.

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  • Corona in Potsdam und in der Region

    Nach unserem Alarmstufe-Rot-Beitrag wurden wir „aufgefordert“, uns mit den Corona-Zahlen zu beschäftigten. Dem kommen wir gern nach, denn Aufklärung ist uns wichtig. Wir halten Covid19 für ein ernsthaftes Problem und Entscheidungen sollten (auch) auf Daten und Fakten basieren. Alle verwendeten Zahlen stammen aus amtlichen Quellen. Hier der Sachstand vom 30.10.2020.

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  • Das Preußische Märchen – 2. Akt

    Die Süddeutsche und CNN mit ihrer Kritik am Trauerspiel

    Kronprinz Wilhelm bei einer SA-Kundgebung im Oktober 1933; John Rohl, CNN

    Und so sah der angebliche Widerstand der Hohenzollern in Bild (oben) und Text (nachstehend) aus: Alsbald nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler und der Vereidigung des Hitler-Kabinetts am 30. Januar 1933 schrieb Kronprinz Wilhelm junior an Generalmajor von Bredow: „Jetzt heißt es, die Geschlossenheit dieser Regierung in jeder Beziehung zu unterstützen und Jedem in die Fresse zu hauen, der versucht, in diese Geschlossenheit Unruhe und Misstrauen hineinzutragen. Dieses ‚in die Fresse hauen‘ habe ich bereits verschiedentlich mit der notwendigen Rücksichtslosigkeit in den letzten Tagen besorgt.“ Der Brief datiert vom 6. März 1933.  Wenige Tage später fand der Tag von Potsdam statt. Mit der ehemaligen Hof- und Garnisonkirche, der „Familienkirche“ des Kronprinzen, als passende Kulisse.

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  • Das Preußische Märchen – Oper, Operette oder Drama?

    oder: Auch nichts gelernt (siehe gleichnamigen Beitrag vom 22.09.)

    Cecilienhof: Gedenkstätte mit rotem Stern statt Wohnsitz mit schwarzem Adler

    Am heutigen 23.09. vor 68 Jahren (1952) fand die Uraufführung der Ballett-Oper Preußisches Märchen im Opernhaus Berlin statt. Es geht in dem Stück um einen falschen Hauptmann, der eigentlich Schreiber bei der Stadtkasse ist. Es ist, wie im richtigen Leben, wo ein falscher Prinz sich in den Mittelpunkt spielt und ganz nebenbei die Staatskassen plündern will. Seit mehr als hundert Jahren gibt es keine Prinzen in diesem Land. Die Republik hat sie abgeschafft. Es gibt nur den Potsdamer Bürger mit Namen von Hohenzollern und seine märchenhaften Vorstellungen.

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  • Das Strandbad schlägt weiter Wellen …

    Das Strandbad schlägt weiter Wellen …

    Der „Reale Irrsinn“ rund um das Strandbad Babelsberg schlägt weiter – auch überregionale – Wellen. Oder anders gesagt, Mit dem 8 Mio. € teuren „Kompromiss“ für eine Kurve eines historischen Weges ernten Stadt und Stiftung Preußische Schlösser und Gärten weiter Kopfschütteln und inzwischen sogar die Aufmerksamkeit von Boulevardmedien.
    Letzte Woche war nun RTL Explosiv da und hat sich die tolle Kurve angeschaut.
    Jier kann man sich die Sendung ab Minute 8 anschauen:

    https://www.tvnow.de/shows/explosiv-75/2020-08/episode-163-sendung-vom-24-08-2020-3334842

    Stadt und SPSG waren übrigens zu keiner Stellungsnahme vor der Kamera bereit.

    Dafür hat sich der Bund der Steuerzahler mit einer merkwürdigen Stellungnahme zu Wort gemeldet, die wir hier veröffentlichen wollen:

    Wir haben natürlich nachgefragt, wie der Bund der Steuerzahler zu der völlig unkritischen und tendenziösen Position kommt, denn mit denen, die er in Potsdam vertreten soll – also Steuerzahler*innen hat er offensichtlich nicht gesprochen.

    Wie sollte es sonst zu solchen Aussagen kommen: „eine für alle von Vorteilen geprägten Nutzung“ oder „ein Gewinn für alle drei Parteien“???
    Die Institution, welche genau auf Zahlen schauen sollte, verwendet gar keine. Es gibt keine Auflistung der konkreten Kosten, im Gegenteil, bei der sehr allgemeinen Beschreibung fehlen viele Kostenpositionen wie der Abriss funktionsfähiger Gebäude, die Zwischenlösung in Containern und vor allem der Neubau, für den sogar Mittel des Bundes in Millionen – Höhe beantragt wurden.

    Wir können nur spekulieren, wer dem Bund der Steuerzahler diese merkwürdige und unseriöse Stellungnahme diktiert hat. Gut recherchiert ist sie nicht und ganz bestimmt nicht im Interesse der Steuerzahler*innen!

  • Euer Berichtsstakkato kotzt uns an!

    Euer Berichtsstakkato kotzt uns an!

    Oder: Zur Qualität und zum Rassismus des hiesigen Lokaljournalismus

    Weil auch wir immer wieder Bauchschmerzen mit dem hiesigen Lokaljournalismus haben und eine „Stadt für alle“ selbstverständlich ein antirassistisches Grundverständnis hat, veröffentlichen wir die Stellungnahme einiger Antifaschist*innen zur Berichterstattung der PNN zur Antirassistischen Demo am Samstag, den 22.08.2020:

    Wir dokumentieren:

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