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  • Feuerbachstraße: 2 Jahre nach der Besetzung hat sich nix geändert.

    Wir dokumentieren: Aufruf zur Kundgebung am 24. Oktober 2021, ab 14 Uhr Feuerbachstraße in Potsdam West

    Zwei Jahre ist es nun her, dass die Feuerbachstraße 36 besetzt wurde! Außer dass Auseinandersetzungen zwischen Besitzenden und dem Bauamt öffentlich gemacht wurden, ist seit der Räumung scheinbar am und im Haus nicht viel passiert. Es steht immer noch leer während es nach wie vor an bezahlbarem Wohnraum sowie Räumen für kollektive, künstlerische Prozesse und antikapitalistische gelebte Demokratie mehr als mangelt.

    Natürlich wäre es viel schöner den zweiten Geburtstag der feubi36 mit Konzerten, Workshops, offener Fahrradwerkstatt, Ausstellungen, den ersten Bauerfolgen, Nachbarschafts-Café und Küfa IN der Feuerbachstraße 36 und dem weitläufigen Garten als fest etablierte Begegnungsstätte im Kiez und darüber hinaus zu feiern! Um diesen Utopien wenigstens einen Hauch von Leben zu geben, soll am 24.10.2021 ab 14h eine Kundgebung stattfinden. Mit Redebeiträgen und Küche für Alle vor dem Haus wollen wir gemeinsam den Versuch feiern und erneut auf die Missstände aufmerksam machen, die in dieser Stadt der Normalzustand sind.

    Kommt vorbei, kommt ins Gespräch, seid laut!

    Meldet Leerstand wie diesen: leerstandsmelder@potsdam-stadtfueralle.de

    Hier noch einmal die hochaktuelle Erklärung der Besetzer*innen vor zwei Jahren:

  • Keine Balkonmusik mehr …

    Soziale Verdrängung in der Teltower Vorstadt – oder:

    Wie Balkonmusik, WG`s, Rechtsanwälte und norwegische Aktiengesellschaften zusammenpassen

    Inmitten der einsamsten Zeiten im Coronalockdown blickte (fast) ganz Potsdam sehnsüchtig und etwas neidisch auf die Schlaatzstraße in der Teltower Vorstadt. Dort spielten jede Woche Menschen aus verschiedenen Häusern die schnell berühmt gewordene Balkonmusik. Auch nach dem Lockdown waren die musikalischen und solidarischen Menschen im Kiez Symbol für eine gewachsene Bewohner*innenstruktur – bei Straßenfesten, Geburtstagen und zu vielen anderen Anlässen.

    Das gibt es nicht mehr.

    Die Balkonmusik spielt nicht mehr, die Menschen aus den Wohnungen mussten aus ihren Häusern ausziehen und leben heute verstreut irgendwo in Potsdam.

    Einige von ihnen haben sich an uns gewandt und ihre Geschichten erzählt.
    Sie handeln von vorgeblich sozialen Vermieter*innen, von seltsamen Eigentümerwechseln, Aufhebungsverträgen und dem Frust, aus ihrem Kiez verdrängt worden zu sein.

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  • Garnisonkirche: Architekturkopist Albrecht als Apostel Thomas

    von Carsten Linke

    „Für ein historisches Kirchenschiff hat er alles vorbereitet.“ sagt Architekturkopist Albrecht gegenüber der MAZ am 11.Oktober. Apostelgleich wird er zum Sprachrohr derer, die am Tisch der Stiftung Garnisonkirche sitzen und mit Altbischof Huber steuerfinanziertes Brot essen und Wein trinken. Es war nicht anders zu erwarten, dass einer der Aufbaujünger dieser Tage pressewirksam und arrogant in Erscheinung tritt.

    Nachdem Anfang Oktober die Tagung „Gott mit uns! Das schwierige Erbe des Nationalprotestantismus“ im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Berlin stattfand, und im Deutschlandfunk [1] sowie in Kirchenzeitungen [2] (nur nicht in MAZ und PNN) reflektiert wurde, musste eine Gegenreaktion erfolgen. Die zweitägige Tagung gab Denkanstöße zum Thema des preußisch-deutschen Nationalprotestantismus und Impulse für die zukünftige Ausgestaltung des Gesamtensembles am Erinnerungsort Garnisonkirche Potsdam. Dabei wurden Fragen nach dem Zusammenhang von Nationalismus und Protestantismus gestellt. Altbischof Huber war den vielen fachlichen Argumenten nicht gewachsen. Selbst vom eigenen wissenschaftlichen Beirat kam Kritik.

    Der Politikwissenschaftler Hajo Funke stellte fest: die Garnisonkirche stehe für die „Initiierung der Totalherrschaft“ im NS-System und lasse sich nicht davon trennen. Deshalb sei ein Bruch notwendig, der neue Turm sollte als Zeichen der Umkehr unvollendet bleiben. Es spreche „mehr für eine Ruine“ als „Wunde, an der wir arbeiten können“. Deshalb passt die Äußerung Albrechts als Kontrapunkt in die Zeit. Statt Baustopp mit Deckel und Nagelkreuz drauf, protzt Kopist Albrecht damit, dass er bereits den Acker für das komplette Gotteshaus bestellt hat.

    Thomas Albrecht arbeitet sich an den Symbolbauten in Potsdam und Berlin ab. Zu der Dreifaltigkeit seines Glaubens ans schöne Gestrige und seines einfältigen Schaffens gehören die Kopien des Humboldt-Forums, des Palais Barberini und die des Turms der Garnisonkirche. Letzteren hält er für signifikanter als das Forum in Berlin und trotzdem nur für „das Servicegebäude für das Schiff“ [3]. Er hat den zweiten historisierenden Bauabschnitt bereits im Detail vorgeplant. Vor seinem inneren Auge steht schon das nutzlose Kirchenschiff. Auch das Rechenzentrum ist schon weg. „Das muss abgerissen werden. Es gibt keine rechtliche Handhabe, das zu verhindern. Es ist eigentlich schon passiert“, sagt Thomas Albrecht bei seiner Führung übers Baufeld auf Nachfrage. Natürlich gibt es diese rechtliche Handhabe. Es bedarf nur des politischen Willens seitens der Stadt und eines einzigen versöhnlichen Gedankens der Stiftung.

    Über die militärische Symbolkraft der Schmuckelemente am Kirchturm sagt Albrecht: „Wenn man Geschichte nachbaut, muss man auch diese Sachen nachbauen. Es gibt zwar Diskussionen, aber das muss man aushalten.“ Um sich im nächsten Atemzug über alle Bedenken zum Kirchenschiff hinwegzusetzen. Die Einwände, dass es weder ein Konzept noch Geld für das Kirchenschiff gibt und auch dass die evangelische Kirche den historischen Nachbau ablehnt, lässt er nicht gelten. Mehr als 100 Mio. € würden dafür notwendig werden, wenn nach heutigen Preisen kalkuliert wird. Nicht einmal 10 Mio. € Spenden haben die Kirchenliebhaber bisher für den 50 Mio. € teuren Turm zusammen bekommen. Lächerlich!

    Geschichte nachbauen, unreflektiert, ist der Beginn von Geschichte relativieren, ein Schritt zu Geschichte revidieren und das Einfallstor für die, die Geschichte gern neu erzählen wollen. So verhilft architektonischer Kleinmut der neuen wie alten Rechten zu Hochmut. Die unkritische Arroganz Albrechts ist Teil des Hochmuts der Stiftung Garnisonkirche und deren Befürworter*innen. Falls die Stiftung irgendetwas aus den Debatten der letzten Jahre gelernt hat, dann sollte sie sich zu Thomas Albrecht kritisch äußern – öffentlich.

    Kopist Albrecht ist scheinbar einer von den Menschen, die gern mit öffentlichen Geldern sich selbst verewigen und damit prahlen wollen. Die Armseligkeit der Tatsache, dass er das Gipsmodell eines barocken Helms mit Federbusch für sein Eigenheim „gerettet“ (sprich entwendet) hat, um sein privates Treppenhaus zu schmücken und damit auch noch öffentlich angibt, sagt alles. Einfältigkeit.

    Geschichte erinnern, Verantwortung lernen, Versöhnung leben. Eine andere einfältige Dreifaltigkeit. Versöhnung kann nicht eingefordert oder von Täter*innen verlangt werden. Dies können uns nur die Opfer anbieten. Die Versöhnungsfloskel ist eine Zumutung für die Opfer der Soldaten, die in dieser Militärkirche ihren Segen erhielten und über viele Teile der Welt den Tod brachten.

    Verantwortung lernt niemand, wenn er wie im „Ruf von Potsdam“ Geschichte verfälscht und an die Reflexe des Nationalprotestantismus und seine Unschuldsbekundungen nach dem Weltkrieg anknüpft. Es ist wichtig Geschichte zu erinnern, auch die der Hof- und Garnisonkirche. Aber dazu benötigt auch niemand eine Originalkopie. Geschichte erinnern, kann täglich am Platz der Einheit* und vielen anderen Orten in dieser Stadt erfolgen. Jeder einzelne Stolperstein macht dies deutlich. *Auch die evangelischen Kirchen haben Jahrhunderte komplett versagt gegenüber den Deserteuren, Antifaschist*innen/Kriegsgegner*innen und der jüdischen Bevölkerung.

    Die, die rund um Altbischof Huber an der großen Tafel der Stiftung Garnisonkirche sitzen und auf Kosten der Steuerzahler*innen reichlich Brot essen, Wein trinken und Wasser predigen, haben nicht nur den Bezug zum 21. Jahrhundert verloren, sondern auch zur Geschichte. Die Geschichte von Protestantismus und Politik im 19. Und 20. Jahrhundert ist durch das komplexe und belastete Verhältnis zur Nation geprägt. Im kaiserlichen Deutschland setzte der Nationalprotestantismus einen radikalen, politischen Ton, im Ersten Weltkrieg formulierte er die Siegespolitik mit und in der Weimarer Republik öffnete er weite Teile der deutschen Bevölkerung für den Nationalsozialismus. Und genau für diese Traditionslinie ist die Garnisonkirche, vor allem ihr Turm, ein zur Ikone gewordenes Symbol. Da helfen auch keine auf Frieden ausgerichtete Füße. Helfen würden Taten, Umkehr und Diskurs.

    Doch selbst diesen will Altbischof Huber nicht wirklich: Er bekundet zwar, dass er die Recherchen der Projektgegner*innen (die alle ehrenamtlich tätig sind) positiv sehe. Aber zeitgleich rief er die Kritiker*innen auf, zurückhaltender zu debattieren. Die Art der Diskussion sei „spendenabschreckend“.

    Lieber Herr Huber, das ist unsere Absicht gewesen und bleibt sie auch. Wir hoffen auch, dass die neue Bundesregierung den Geldhahn endlich zudreht. Denn zu einem öffentlich finanzierten Projekt muss es auch eine breite öffentliche Debatte geben. Auch die Historikerin Agnieszka Pufelska empfahl, anstelle der Kirche ein kritisches Museum des preußischen Militarismus zu schaffen. Dies würde der Stadt und der Gesellschaft mehr bringen als ein weiterer Musiksaal in der Hülle des Kirchenschiffes, wie es sich Mitteschön und Architekturkopist Albrecht erhoffen.

    [1] Beitrag über die Tagung ‚Gott mit uns – das schwierige Erbe des Nationalprotestantismus‘ im DLF nach 20.10 auf dem Sendeplatz ‚Aus Kultur und Sozialwissenschaften‘ gesendet.

    https://www.deutschlandfunk.de/aus-kultur-und-sozialwissenschaften.1147.de.html

    [2] www.die-kirche.de/nr.40/10.Oktober2021 FOKUS Seite 3

    http://www.die-kirche.de/nr.40/10.Oktober2021%20FOKUS%20Seite%203

    [3] MAZ-online vom 11.10.2021

    https://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam/Garnisonkirche-Potsdam-Ein-Rundgang-mit-Architekt-Thomas-Albrecht-ueber-die-Baustelle
  • „Friedensgarnisonkirche? – Über den Zusammenhang von Religion und Militär“

    Die Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg lädt zu einem antimilitaristischen Stadtrundgang, Vortrag und Diskussion über den Zusammenhang von Religion und Militär ins Kunst- und Kreativhaus Rechenzentrum ein. Die zweiteilige Veranstaltung findet in Kooperation mit dem alternativen Lernort-Garnisonkirche statt.

    Die in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtete Garnisonkirche war bis zu ihrer Zerstörung am Ende des Zweiten Weltkriegs die wichtigste Militärkirche in Deutschland. Direkt nach der Wende begannen prominente Persönlichkeiten, ihren Wiederaufbau zu forcieren. Als sich dagegen Widerstand erhob, kam der widersprüchliche Gedanke auf, die Garnisonkirche zwar als ruhmreiche Haus- und Hofkirche der Hohenzollernmonarchie wiederzuerrichten, sie gleichzeitig aber zu einer Friedenskirche und einem demokratischen Versöhnungsort zu erklären. Blickt man in der Geschichte zurück, wurden ausnahmslos alle Kriege, für die in der Garnisonkirche gepredigt und gebetet wurde, mit dem Argument des Friedens begründet.
    Der Diskussionsabend nimmt die letztes Jahr erfolgte Zusicherung einer Spende aus dem Wehretat des Verteidigungsministeriums in Höhe von 350.000 Euro zum Anlass, um über das Verhältnis von Religion und Militär nachzudenken.

    Donnerstag, 7. Oktober 2021, 17:30 bis 21 Uhr
    Kunst- und Kreativhaus Rechenzentrum, Dortustraße 46, 14467 Potsdam

    17:30 Uhr: Antimilitaristische Stadtführung durch Potsdams Innenstadt mit Carsten Linke (Verein zur Förderung antimilitaristischer Tradition), Treffpunkt: Vor dem Rechenzentrum
    19:30 Uhr: „Friedensgarnisonkirche? Über den Zusammenhang von Religion und Militär“
    Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Horst Junginger (Religionswissenschaftler an der Universität Leipzig; Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Lernortes),
    Moderation: Carsten Linke
    Im Anschluss Gespräche rund um den Lernort Garnisonkirche

    Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen bitte an: info@bbg-rls.de<mailto:info@bbg-rls.de> oder 0331-8170432

  • Wieder einmal ein Spitzenplatz – leider.

    Wir haben schon einige Studien veröffentlicht, in denen Potsdam einen Spitzenplatz einnimmt. Manchmal nehmen wir das kopfschüttelnd zur Kenntniss – wie bei Zuordnungen, Potsdam sei eine kinder – oder fahrradfreundliche Stadt.
    Oft aber hat sich Potsdam seinen Spitzenplatz mit einer falschen Politik redlich verdient – vor allem, wenn es um Mieten geht.

    Diesmal das Portal „Immowelt“ eine Studie zur Mietbelastung von Städten mit mehr als 100.000 Einwohner*innen vorgelegt – und natürlich ist Potsdam wieder weit vorne dabei.

    Update: Und noch ein Spitzenplatz: In einer neuen Studie der ACCENTRO Real Estate AG und dem Institut der Deutschen Wirtschaft – dem Wohneigentumsreport 2021 – belegt Potsdam einen beachtlichen 11. Platz unter den 81 untersuchten Großstädten in Deutschland!

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  • Leerstandsmelder Potsdam – Spekulativen Leerstand beenden!

    Es gibt in Potsdam viele leerstehende Häuser und Wohnungen sowie Hunderte Ferienwohnungen und „Möblierte Wohnungen“, die für horrende Preise und immer nur kurzzeitig und befristet vermietet werden. Alles wertvoller Wohnraum, der den verzweifelten Wohnungssuchenden in Potsdam nicht zur Verfügung steht. Dieser spekulative Leerstand muss endlich beendet werden!
    Meldet Ihn!:

    leerstandsmelder@potsdam-stadtfueralle.de

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  • Gott mit uns – das schwierige Erbe…

    Koppelschloss im 1. Weltkrieg

    Die Potsdamer Garnisonkirche, deren Kirchturm gegenwärtig wieder aufgebaut wird, steht nach Ansicht der Bauherr*innen für „christlich verantwortetes Handeln für die Gemeinschaft, für die Verbindung von christlichem Glauben und ‚preußischen Tugenden.‘“ Was ist damit gemeint? Und ist die Begründung für die Wiedererrichtung der Garnisonkirche als nationaler Erinnerungsort der Bundesrepublik Deutschland überzeugend? Das Symposium „Gott mit uns – das schwierige Erbe des Nationalprotestantismus“ will die Frage nach dem Zusammenhang von Nationalismus und Protestantismus erörtern. Kann der „Mythos Preußen“ auch unter demokratischen Bedingungen eine Rolle spielen und inwieweit kommt in ihm nationalprotestantisches Gedankengut zum Tragen?

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  • Mehrheit der Berliner*innen sagt JA zum Volksentscheid

    Die Initiative „Deutsche Wohnen & Co. enteignen” erklärt den Volksentscheid für gewonnen. Die beendete Auszählung zeigt mit 56,4 Prozent Ja-Stimmen gegenüber 39 Prozent Nein-Stimmen ein klares Votum. Das notwendige Quorum von 611.900 Stimmen wurde weit übertroffen. Mehr als 1 Millionen Berliner*innen haben sich für den Volksentscheid ausgesprochen. Interessant ist auch, dass lediglich in zwei Wahlbezirken gegen den Volksentscheid gestimmt wurde: Reineckendorf und Steglitz-Zehlendorf. Beides CDU-Hochburgen bei den gestrigen Wahlen.

    Der zukünftige Senat ist nun dazu aufgerufen, ein Gesetz zu erarbeiten, um große Wohnungskonzerne mit mehr als 3.000 Wohnungen in Berlin zu enteignen und zu vergesellschaften. Mehr als 240.000 Wohnungen sollen durch eine Anstalt öffentlichen Rechts in Zukunft gemeinwohlorientiert bewirtschaftet werden.

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  • Die Hohenzollern und die Nazis

    Wir preußenkritischen Bürger*innen dieser ehemaligen Hof- und Militärstadt freuen uns, das Erscheinen von Stephan Malinowskis Buch „Die Hohenzollern und die Nazis“ auch hier anzukündigen zu können. Denn Lesen bildet und verhindert Ausreden wie „das habe ich nicht gewusst.“ Gleichzeitig möchten wir Sie/Euch auf den Live-Stream der Buchvorstellung hinweisen.

    Malinowski lehrt seit 2012 Europäische Geschichte an der University of Edinburgh. Er ist auch Buchautor. Nach „Vom König zum Führer“ erscheint nun „Die Hohenzollern und die Nazis“. Dieses Buch wird ein weiteres Puzzlestück für das Gesamtbild zur historischen Rolle der Hohenzollern liefern, die die Stadt prägten und heute wieder prägen wollen. Mehr dazu auf unseren Seiten unter dem Schlagwort „Sorgenprinz“.

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  • Rechtes Symbol unter Denkmalschutz

    Neues Gutachten und Fachaufsichtsbeschwerde zum Potsdamer Glockenspiel

    Vortragsfolie zum Spendenaufkommen für das Glockenspiel

    Heute stellten Prof. Phillip Oswalt und Carsten Linke in einer Pressekonferenz am alternativen Lernort-Garnisonkirche im Rechenzentrum das neue Gutachten zum Potsdamer Glockenspiel vor. Gleichzeitig erläuterte Herr Oswalt, der gemeinsam mit dem Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Micha Brumlik eine Fachaufsichtsbeschwerde bei der Kulturministerin gegenüber dem Landesdenkmalamt eingereicht hat, die Beweggründe für dieses Verfahren.

    Wir dokumentieren die Pressemitteilung:

    Die Form der kürzlich erfolgten denkmalpflegerischen Unterschutzstellung des Glockenspiels auf der Plantage ist ein weiterer Schritt eines seit 30 Jahren fortgesetzten kollektiven Versagens der Potsdamer (Stadt-)Gesellschaft bei der notwendigen Abgrenzung von extremistischen Kräften am rechten Rand. Das Objekt ist nicht nur das erste unter Schutz gestellte Objekt der „Neuen Rechten“, es ist auch Symbol des „Potsdamer Handschlags“, des Schulterschlusses von erheblichen Teilen der Gesellschaft mit Gruppierungen am rechten Rand.

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