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  • Die Geschäftsmodell von Dahler & Company und Henrik Ulven in Potsdam

    Die Geschäftsmodell von Dahler & Company und Henrik Ulven in Potsdam

    … oder: Warum Umwandlungsverbote und Milieuschutz so wichtig sind.

    Wir bekamen Post von Mieter*innen und haben dazu recherchiert:

    Selbst im schwierigen Jahr 2020 hatten Mieter*innen in Potsdam Post in ihrem Briefkasten. Ein Immobilienmakler bot an, ihre Wohnung zu kaufen.

    Bitte?

    Mieter*innen besitzen in der Regel keine Wohnungen.
    Aber solche Schreiben machen Angst.
    Vor allem, wenn in der Nachbarschaft bereits Mietwohnungen als Eigentumswohnungen verkauft worden.

    Im Coronajahr 2020 bekamen wir vermehrt Mails und Infos von Mieter*innen, die genau dies erlebt haben.
    Deshalb wird es Zeit, dass in der Stadt Potsdam die Instrumente auf den Weg gebracht werden, die anderswo Umwandlungen in profitablere Eigentums – oder Möblierte Wohnungen wenigstens ein bisschen regulieren.

    Wir wollen zwei typische Fälle dokumentieren.

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  • Ja – aber! Stellungnahme zur Vorlage einer Zweckentfremdungsverordnung in Potsdam

    Ja – aber! Stellungnahme zur Vorlage einer Zweckentfremdungsverordnung in Potsdam

    Die Stadtverwaltung Potsdam hat endlich einen Vorschlag für eine Zweckentfremdungsverordnung vorgelegt, die nun zeitnah von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden soll.

    Das ist gut – und eigentlich viel zu spät.

    Wir hatten im Mai 2019 die Möglichkeit, vor dem zuständigen Landtagsausschuss Stellung zu den Vorlagen für ein Wohnraumfördergesetz und ein Zweckentfremdungsgesetz zu nehmen.

    Jetzt – fast 2 Jahre später erfolgt die kommunale Umsetzung.

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  • Hurra, die Hohenzollern ziehen ab!

    500 Jahre Fremdbestimmung und 100 Jahre Parallelgesellschaft könnten ein Ende haben! Die in Kunst gegossene Selbstdarstellung und Überhöhung der Hohenzollern sollen laut Medienberichten ein Ende haben. Im Vermögenskonflikt um Kunstschätze und Entschädigungen drohen die Hohenzollern mit dem Abzug von Leihgaben aus öffentlichen Museen in Berlin und Brandenburg. Das geht aus einem Brief hervor, den Jürgen Aretz, Verhandlungsführer des Ururenkels des letzten deutschen Kaisers, vergangene Woche an die Brandenburger Ministerinnen Lange (Finanzen) und Schüle (Kultur) – beide SPD – schickte.

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  • Mit dem Kopf durch die Wand

    Wir dokumentieren: Pressemitteilung des Rechercheteams Lernort Garnisonkirche vom 15.2.2021

    Finanzierung Garnisonkirche Potsdam: Bund will trotz rechtlicher Zweifel fördern

    Eine erneute Bewilligung von Fördermitteln des Bundes für das Projekt Garnisonkirche Potsdam in Höhe von 8,25 Mio. € steht offenbar unmittelbar bevor. Am vergangenen Freitag, den 12.2. verkündete die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien bezüglich der von der Stiftung Garnisonkirche im September 2020 beantragten Mittel für die „erweiterte Grundvariante“: „Dieser Fördergegenstand wurde baufachlich und verwaltungsmäßig auf Zweckmäßigkeit, Funktionsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit ohne Einwände geprüft und ist damit uneingeschränkt förderfähig.“ Erst zwei Tage zuvor hatte das Rechercheteam Lernort Garnisonkirche die Ergebnisse seiner Untersuchung der Förderpraxis veröffentlicht und offengelegt, dass eine solche Förderung offenkundig gegen Förderrecht verstößt.

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  • Lebensräume statt Wohnalpträume

    Circa 50 Aktivist*innen haben sich heute morgen bei klirrender Kälte zu einer Aktion gegen die Willkür der Stadtverwaltung im Nuthewäldchen eingefunden. Sie fordern den Stopp der Fällarbeiten. Zu dem Protest hatten mehrere Gruppen aufgerufen, darunter „Fridays for Future“ und „Extinction Rebellion“, die Bürgerinitiative Nutheschlange und die Wählergruppe DIE aNDERE. Sie kritisieren, u.a. dass das Wäldchen ohne gültigen Bebauungsplan gerodet wird und dass mit dem Projekt den Klimaschutzbestrebungen der Stadt zu wieder gehandelt wird.

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  • Wir sind noch da!

    Die Potsdamer Kunst- und Kulturszene ist noch da! Ein Jahr nach dem ersten Lockdown am 13. März 2020 wird es einen Aktionstag geben. Kulturinstitutionen, freiberufliche Künstlerinnen aus allen Sparten und kulturelle Vereine setzen ein Zeichen für die Kunst und Kultur in Potsdam und weisen damit auf die Vielfalt, die Relevanz und die Notwendigkeit von Kunst und Kultur in der Gesellschaft hin. Potsdam braucht Kunst und Kultur für die öffentliche Auseinandersetzung ….

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  • Wie aus Grünflächen Bauland und für ein Anlageobjekt Wald gerodet wird

    Wie aus Grünflächen Bauland und für ein Anlageobjekt Wald gerodet wird

    Im Stadtteil Zentrum Ost in Potsdam werden Bäume gerodet.

    Für ein geplantes, bisher aber nicht genehmigtes Bauprojekt der BMP Immobilienentwicklung Berlin GmbH werden rund 3 ha des Wäldchens an der Nutheschnellstraße abgeholzt.

    Inzwischen gibt es mehrere Aufrufe, sich diesem Abholzung ausgerechnet in der „Klimahauptstadt“ Potsdam entgegenzustellen.
    Für Montag, den 15. Februar 2021 rufen Gegner*innen des Vorhabens zur „Schneeballschlacht gegen Kettensägen“.

    Zeit, sich mit dem Bauvorhaben näher zu beschäftigen.

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  • Opfermythos in Sandstein und Zement

    Dies könnte eine Überschrift für einen Beitrag zur Garnisonkirche sein. Ist es aber nicht. Die Sächsische Zeitung ist der Frage nachgegangen, wie historisierendes Bauen rechten Ideologien Vorschub leistet. Anlass sind der Jahrestag der Bombardierung Dresdens im 2. Weltkrieg am kommenden Wochenende und der Film von Hans Christian Prost „Wohin mit der Geschichte?“. Die Parallelen zur Entwicklung in Potsdam sind auffällig, auch wenn sie nicht 1:1 so stattfinden.

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  • Finanzierungs- und Förderprobleme beim Bau der Garnisonkirche

    In der seit mehr als drei Jahrzehnten andauernden Kontroverse um den Wiederaufbau der Garnisonkirche stehen die inhaltlichen Fragen im Zentrum, jedoch sind auch Aspekte der Finanzierung immer wieder Teil der Auseinandersetzung. Die mangelhafte gesellschaftliche und demokratische Legitimierung des Projektes schlägt sich in seinen fortgesetzten Finanzierungsproblemen nieder. Das geringe Spendenaufkommen, fehlende Transparenz, widersprüchliche Angaben, anhaltende Finanzierungslücken und steigende Baukosten werfen dabei nicht nur politische, sondern auch haushalts- und förderrechtliche Fragen auf.

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  • Zensur statt Versöhnung

    Die Bundesstiftung Flucht-Vertreibung-Versöhnung hat scheinbar ein Problem mit der Kausalität von Krieg und Vertreibung und mit der allgegenwärtigen Vereinnahmung der Neuen Rechten für die national bedeutsamen Projekte. Vieles erinnert an die Stiftung Garnisonkirche. Beide Stiftungen hängen strukturell oder finanziell am Tropf der Bundesbeauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien Monika Grütters (BKM). Beide Stiftungen zensieren künstlerische Arbeiten um sich der inhaltlichen Debatte zu entziehen.

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