Nach unserem Alarmstufe-Rot-Beitrag wurden wir „aufgefordert“, uns mit den Corona-Zahlen zu beschäftigten. Dem kommen wir gern nach, denn Aufklärung ist uns wichtig. Wir halten Covid19 für ein ernsthaftes Problem und Entscheidungen sollten (auch) auf Daten und Fakten basieren. Alle verwendeten Zahlen stammen aus amtlichen Quellen. Hier der Sachstand vom 30.10.2020.
Die Kulturschaffenden protestieren: Am Montag, den 2. November um 20 Uhr wird dazu aufgerufen, mit einem Moment der Stille zu protestieren. Dazu können Videos, Livestreams und Beiträge unter dem Hashtag #SangUndKlanglos auf allen verfügbaren Medien veröffentlicht werden, die individuelle Stille darstellen.
Schweigen statt Schreien?
Der November wird schon lange als „der stille Monat“ bezeichnet. Im November gibt es die „stillen Feiertage“. Es ist aber auch die Zeit, in der sich die Dunkelheit ausdehnt. Der November 2020 wird einer der stillsten werden, der Lockdown bremst nicht nur die Gastronomie und den Sport aus, auch die Kultur wird wieder auf Eis gelegt. Die Kulturlosigkeit als Ausdruck der strategischen Planlosigkeit und als Sinnbild des machtpolitischen Aktionismus.
Wir hatten bereits die Maßnahmen kommentiert. Mehr dazu unter: #kulturerhalten und #sangundklanglos
Die Veranstaltungswirtschaft kämpft ums Überleben und die Beschäftigten fühlen sich als die Vergessenen in der Corona-Pandemie. Dabei ist die Eventbranche mit einem Umsatz von 130 Milliarden Euro der sechstgrößte Wirtschaftszweig in Deutschland. Corona aber hat dem Umsatz seit dem Frühjahr um 95 Prozent einbrechen lassen und mehr als eine Million Beschäftigte in Existenznöte gestürzt. Dies sind mehr, als die Autobranche deutschlandweit an Beschäftigte hat. Auch in Potsdam stehen viele Einrichtungen und ihre Angestellten, sowie die vielen Soloselbstständigen und Freiberufler*innen auf der Kippe.
50. Staat ratifiziert UN-Atomwaffenverbot! Atomwaffen endlich international geächtet.
geschafft, Danke ICON
An diesem Wochenende hat Honduras als 50. Staat bei den Vereinten Nationen den UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen ratifiziert. Jetzt ist es geschafft: Der Vertrag tritt in 90 Tagen in Kraft und ächtet Atomwaffen international. Die Stadt Potsdam ist Teil eines Bündnisses von mehr als 100 deutschen Städten, welches dieses Verbot gefordert hat. Deutschland hingegen nicht!
Wir dokumentieren eine Genderanalyse des Potsdamer Wohnungswesens
Ein Teil der Fragen, auf die die Analyse eine Antwort sucht oder gibt.
Gendergerechtes Wohnen geht einher mit der Forderung des bezahlbaren Wohnens. Mehrheitlich Frauen zahlen mehr als 30 Prozent ihres Einkommens für die Miete. Die Benachteiligung von Frauen wird bei den Haushalten, die 50 Prozent oder mehr des Einkommens für die Miete verwenden müssen, besonders deutlich. Hier sind doppelt so viele Frauen betroffen wie Männer. Vor allem alleinerziehende und ältere, alleinstehende Frauen haben ein erhöhtes Armutsrisiko und brauchen günstige Wohnungen.
Potsdam und seine Mitte: Was hat dieses spezielle Verhältnis in den letzten Jahren nicht alles für Emotionen produziert, Gräben aufgerissen, Fakten verdrängt und Tatsachen geschaffen. Die Potsdamer Mitte gleicht einerseits einer Kampfzone höchst emotionaler Aggressivität und andererseits allabendlicher Stille. Während Rekonstruktionsfundamentalisten von und um Mitteschön! an ihrem Traum basteln, der Stadt eine Zeitreise in die Vergangenheit zu verordnen, räumt der ästhetisch-kapitalistische Bagger geschichtliche Epochen ab, stapelt ungeniert um und konstruiert Narrative aus der Retorte. Da läuft etwas falsch mit der Mitte. Da ist etwas falsch an der Mitte!
Eine Einrichtung des öffentlichen Dienstes, das ZMSBw, hat sich mit einseitigen Darstellungen in die Debatte um den Wiederaufbau der Garnisonkirche eingemischt. Ein Blick auf die Homepage zeigt, dass es an Objektivität mangelt. Die Militärstadt Potsdam erlebt ein neues Kapitel seiner unrühmlichen Traditionen: die Verquickung von Militär, Staat(Krone) und Kirche.
Mit einem schwarz-rot-goldenem Logo gegen die Schwarz-weiß-Malerei von Ost und West
Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 30. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung am 03. Oktober in Potsdam hatte das Komitee für Preußische Leichtigkeit (KPL) der Potsdamer Stadtbevölkerung und seine Gästen die Möglichkeit geben, sich öffentlich für die Deutsche Einheit und deren Kollateralfolgen zu bedanken.
Nichts mit „Wir miteinander“. Vor Beginn der Ausstellung Blickwinkel Potsdam_1.0 , welche mit großen Getöse seitens der Stiftung Garnisonkirche publik gemacht wurde, wurden zwei Arbeiten von Künstler*innen aus dem Rechenzentrum Opfer der Zensur. Wieder einmal wird deutlich, dass die Stiftung nach Gutsherrenart agiert. Die viel gepriesene Toleranz endet dort, wo die Stiftung und das Bauvorhaben zur Diskussion gestellt werden.
„Wir miteinander“ ist das Programm zum Tag der deutschen Einheit an der Baustelle des Turms der Garnisonkirche. Dieses rührselige „Miteinander“ bekommt angesichts der neusten Finanzspritze für das Bauprojekt eine völlig neue Bedeutung. Geldgeber: die Bundeswehr, die gern mit dem „Wir“ wirbt. Wir miteinander. Die Dreifaltigkeit aus Militär, Kirche und Krone bekommt nun echte „Schützenhilfe“. Vielleicht folgen als Gegenleistung die blankgeputzten Särge derer, die in Auslandseinsätzen ihr Leben ließen für gelernte Verantwortung, gelebte Versöhnung und in Erinnerung an deutsch-preußische Geschichte.
Wir dokumentieren die Pressemitteilung der Bürgerinitiative für ein Potsdam ohne Garnisonkirche die die neue militärische Einflussnahme aufdeckte: