Autor: cali

  • Zensur statt Versöhnung

    Die Bundesstiftung Flucht-Vertreibung-Versöhnung hat scheinbar ein Problem mit der Kausalität von Krieg und Vertreibung und mit der allgegenwärtigen Vereinnahmung der Neuen Rechten für die national bedeutsamen Projekte. Vieles erinnert an die Stiftung Garnisonkirche. Beide Stiftungen hängen strukturell oder finanziell am Tropf der Bundesbeauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien Monika Grütters (BKM). Beide Stiftungen zensieren künstlerische Arbeiten um sich der inhaltlichen Debatte zu entziehen.

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  • Beirat der Garnisonkirche bröckelt – Teil 2: die polnische Perspektive fehlt

    Screenshot vom 03.20.21,

    Vor einigen Jahren gründete sich vollmundig der wissenschaftliche Beirat der Stiftung Garnisonkirche. Nicht ganz von selbst, sondern nur auf Druck der Öffentlichkeit, weil Stiftung und Förderverein nicht selbst in der Lage waren, ein inhaltliches Konzept für den angeblich „national bedeutsamen Prestigebau“ zu erstellen.

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  • Wetterfahne der Garnisonkirche

    Wir klären auf. Es geht um „Nec soli cedit“ contra „Nec pluribus impar“ und um Geschichte akzeptieren contra Geschichte umdeuten.

    Überlagerte Symbolik; GK – das Goldene Kalb – vor dem Käfig der eingesperrten Wetterfahne

    Vor wenigen Tagen hat Frau Hüneke beim Research Center Sanssouci (RECS) einen Beitrag veröffentlicht, der dazu dient die aktuelle Debatte um das Areal an der Plantage (mit Garnisonkirche und Rechenzentrum) zu beeinflussen. Das ist interessant, da die gleiche Frau Hüneke sich als Bündnisgrüne Abgeordnete im Hauptausschuss der SVV gegen die Hereinnahme des Garnisonkirchenturms in die inhaltliche wie gestalterische Debatte ausgesprochen hat.

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  • Garnisonkirchenfinanzierung auf dem Prüfstand

    Eine Anfrage eines Potsdamer Bürgers bei der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM) ergab, dass nicht nur das Kulturressort den königlich-preußischen Kitsch fördert, sondern auch das Verteidigungsministerium die militaristische Kultstätte sponsern will. Eine seltsame Mischung. So erscheint der alte Begriff „Hof- und Garnisonkirche“ in einem völlig neuen – passendem – Bild.

    Zahlreiche Finanzierungsteile beim Wiederaufbauprojekt von nationalistischer Bedeutung werfen Fragen auf. Laut BKM-Antwort prüft der Bundesrechnungshof seit April 2020 die Vorgänge!

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  • Gesunde Zukunft! Krankes Bergmann-Klinikum?

    Briefbogen des EvB vom Juni 2020 … voll des Eigenlobes

    Eine gesunde Zukunft wünschen sich angesichts der Pandemie sicherlich alle Potsdamer*innen. Die Pandemie und die Vorfälle im Ernst-von-Bergmann-Klinikum letzten Jahres waren der Anlass, das Haus, sein Geschäftsgebaren und seine Eigentümerin – die Stadt in Persona der OB – unter die Lupe zu nehmen. Anlässe hätte es vorher schon viele gegeben. Spätestens beim Doppel-Bürgerbegehren GESUNDE ZUKUNFT! hätten die Verantwortlichen hellhörig werden müssen. Denn ….

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  • Koloniale Amnesie

    Die Armee im kaiserlichen Deutschland; Frühjahrsparade vor dem Kronprinzen Wilhelm in Potsdam (1910)

    Vor einiger Zeit titelte die Kampfpostille der Retro-Fetischist*innen, die Zeitschrift Potsdam life mit „Die Zerstörung Potsdams – und die Rote Armee“ (Ausgabe 62, Winter 2020). Es werden detailliert Kampfhandlungen der tapferen deutschen Soldaten gegen die „Russen“ geschildert und die Flucht zu den Amerikanern als Rettung gepriesen. Der Duktus der Beiträge ist entlarvend. Alte Nazi-Propaganda trägt bis heute Früchte. Doch was hat dies mit kolonialer Amnesie und Potsdam zu tun? Viel!

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  • Weibliche Führerliebe … und die Hohenzollern-Frauen

    Bisher unbekannte Geheimdienstberichte der amerikanischen Journalistin Sigrid Schultz zeigen, wie sehr sich auch die Frauen aus der kaiserlichen Hohenzollern-Dynastie für den Aufstieg des Nationalsozialismus engagierten. Die taz hat dazu einen exklusiven Beitrag von Karina Urbach in der Wochenendausgabe (30./31.01.2021 Seite 12/13). Schön, dass wenigsten international an dem so deutschen Thema gearbeitet wird, während hier die Kulissen der Hohenzollernherrschaft als Akt der Versöhnung hochgezogen werden.

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  • Stiftung unter Druck; Beirat bröckelt

    Während der Beirat des Lernortes Garnisonkirche internationalen Zulauf hat, bricht des Renommee des (von evangelischer Theologie) geprägten Beirates der Stiftung Garnisonkirche ein. Frau Prof. Dr. Susan Neiman, die Direktorin des Einstein Forums, hat hingeschmissen. Die gebürtige US-Wissenschaftlerin studierte Philosophie an der Harvard Universität und der Freien Universität Berlin. Bevor sie 2000 die Leitung des Einstein Forums übernahm, war sie Professorin für Philosophie an der Yale Universität und der Tel Aviv Universität.

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  • Brandenburg und der Hohenzollernstreit

    Am 19.01.2020 fand eine Online-Diskussion zum Thema statt. Die Landtagsfraktion der LINKEN stimmte sich und die Webgemeinde auf die Anhörung im Landtag am Folgetag ein. „Nach der Enteignung der Adelsfamilie wegen ihrer Mitverantwortung für die NS-Herrschaft im Land Brandenburg 1945 befinden sich die ehemaligen Schlösser und Gärten der Hohenzollern in öffentlicher Hand. Sie wurden restauriert, gepflegt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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  • Keine Kehrtwende? Keine Klarheit!

    Es geht um die Attrappe der Garnisonkirche Potsdam, längst vorhersehbare Kostensteigerungen, ihre Finanzierung und viel mehr…

    Wir dokumentieren hier den Briefwechsel zwischen Frau Krieg von der BI Potsdam ohne Garnisonkirche und Frau Grütters als Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (hier vertreten durch Herrn Stürzebecher).

    Der Briefwechsel legt Denk- und Arbeitsweisen offen. Er deckt aber auch eine fragwürdige Förderpraxis und Defizite seitens der Geldgeber auf. Die Verschenkung von Steuergeldern gerät an die Grenzen der Legalität. Verantwortung wird solange aufgeteilt, bis sich niemand mehr für das Gesamtprojekt verantwortlich fühlt. Während viele Kunst- und Medienschaffende und Kultureinrichtungen gerade 2020 ihr finanzielles Desaster erlebten, wird seitens der Bundesbeauftragten nahezu unkontrolliert und ohne gesellschaftliche Rechtfertigung Geld mit vollen Händen an Bauträger*innen verschenkt. Auch nach Potsdam.

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