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  • 13.08. ein Jubiläumstag und Gedenktag für Mordopfer

    von Oskar Werner

    Am heutigen 13. August jährt sich der Geburtstag von Karl Liebknecht zum 150. mal. Bis heute schlägt ihm viel Verehrung oder Hass entgegen (zuletzt vom WELT-Redakteur Sven Felix Kellerhoff). Nach Karl Liebknecht sind mehr Straßen und Plätze in ganz Deutschland benannt als nach Helmut Kohl oder Konrad Adenauer. In Potsdam trägt das Stadion seinen Namen. In Wien eine Gasse. In Leverkusen eine Schule, um nur einige Beispiele zu nennen. Er war ein Andersdenkender in seiner Zeit und wurde Opfer der Antidemokraten. Eine kleine Würdigung an diesem 13. August.

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  • Denkmalseintragung des iserlohnschen Glockenspiels und das Rechenzentrum

    Ein Gastbeitrag von Ernesto Loll

    Am 29.7.2021 hat das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologische Landesmuseum (BLDAM) bekannt gegeben, dass das iserlohnsche Glockenspiel bereits am 19.7.2021 in die Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragen wurde und somit unter Denkmalschutz gestellt wurde.[1} Die Denkmalseintragung dürfte einen Abriss und ein Einschmelzen des iserlohnschen Glockenspiels verhindern, was zuvor noch diskutiert wurde.

    Das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege sitzt in Zossen, Ortsteil Wünsdorf, wo im 2. Weltkrieg auch die Wehrmacht saß. In Wünsdorf, einem Ortsteil von Zossen, befand sich der Sitz des Oberkommandos des Heeres (Bunkeranlage Maybach I) und der des Oberkommandos der Wehrmacht (Bunkeranlage Maybach II) sowie die Nachrichtenzentrale der Wehrmacht im Bunker Zeppelin.[2]

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  • Veranstaltungstipp: Kino mit Diskussion

    Wir empfehlen:

    Am Freitag, den 6. August 2021 zeigt das Freiluft Kino Lottenhof ab 21 Uhr den wichtigen Film „Push – Für das Grundrecht auf Wohnen“ und lädt gemeinsam mit der Koordinierungsstelle Wohnungstausch Potsdam vorher ab 19 Uhr zu einer Diskussionsrunde zur Wohnungspolitik in der Stadt ein!

    Aktuelles Update:

    Die Koordinierungsstelle Wohnungstausch musste die Diskussionsrunde absagen, weil alle angefragten Teilnehmer*innen (Stadt Potsdam!!!) – außer uns! – nicht dabei sein können – oder wollen?

    Aber wir sind wir natürlich weiter dabei!
    Als Diskussionspartner*in und mit Infoständen und der Initiative für einen „Potsdamer Mietendeckel. Ab 19.30 Uhr informieren wir über unsere Positionen zur desaströsen Wohnungspolitik in der Stadt Potsdam, stellen uns Euren Fragen und geben Euch die Möglichkeit, per Unterschrift unter das Bürgerbegehren der Stadt einen Denkzettel zu verpassen – wenn sie sich schon nicht der öffentlichen Debatte stellt.

  • Ein stummes Glockenspiel zum Nachdenken?

    Wie gestern bekannt wurde, hat das Landesdenkmalamt Brandenburg den 1991 auf der Plantage errichteten Nachbau des Glockenspiels der Potsdamer Garnisonkirche, auf Antrag eines nicht genannten Dritten, unter Denkmalschutz gestellt. Grund: es sei als Gegenstand einer 30-jährigen intensiven stadtpolitischen Debatte ein schützenswertes Zeugnis der jüngeren Zeitgeschichte. Nach dieser Amtslogik hätte die stark debattierte Fachhochschule nie abgerissen werden würfen und müssten der Staudenhof, das Rechenzentrum und das Mercure-Hotel zeitnah unter Denkmalschutz gestellt werden!

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  • Schandmal wächst aber gedeiht nicht

    Gestern weckte und erschreckte die MAZ die Online-Leser*innenschaft um 06:12 Uhr mit der Meldung: Der halbe Turm steht! Gemeint ist die Kopie des Garnisonkirchenturms, die auch schon von einer Pastorin „Monster“ genannt wurde.

    Allein schon die Vorstellung, dass dieser pseudobarocke Alptraum noch doppelt so hoch werden soll, lässt einen den morgentlichen Biss im Halse stecken bleiben. Das umstrittenste Bauwerk der Stadt – ein umstrittenes Bauwerk deutschlandweit, mit Kritik aus Frankreich und Polen – soll das dominanteste Bauwerk der Stadt werden. Die Huldigung von König, Gott und Militär über allem! Brechreiz.

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  • Was macht eigentlich Mirco Nauheimer?

    Was macht eigentlich Mirco Nauheimer?

    Mirco Nauheimer tritt in Potsdam als Geschäftsführer der RAW Potsdam GmbH auf.
    Meist sehr freundlich und jovial, gerne kommt er mal zum Plaudern ins Freiland, öfter noch in die Bauverwaltung.
    Als 2018/ 2019 die Pläne bekannt worden, auf dem ehemaligen RAW Gelände ein riesiges IT Centrum mit dem schönen Titel „Creative village“ zu entwickeln, haben wir oft über die Rechtskonstrukte, Eigentums – und Besitzverhältnisse berichtet. Für unsere Recherchen über die Beteiligung des umstrittenen Projektentwicklers Trockland haben wir sogar ein Abmahnverfahren eines großen Berliner Anwaltsbüros auf den Hals bekommen. Die Verbindungen zu Investoren aus dem russischsprachigen Raum haben wir am Beispiel des vielfachen Millionärs M. Zeligman nachgewiesen.
    Seitdem ist es ruhig geworden um das RAW Projekt.
    Die Bauverwaltung arbeitet fleißig an der Baugenehmigung, die Politik regt sich nur auf, wenn es doch noch Proteste aus der Bürger*innenschaft gibt.

    Aber was macht eigentlich Mirco Nauheimer in der Zeit?

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  • Unsere Halbjahresbilanz 2021

    Hauptthemen für unser Potsdamer Netzwerk „Stadt für alle!“ waren im 1. Halbjahr: das RAW-Projekt, der Housing Actions Day, das Thema Wohnen in Potsdam mit seinen zahlreichen Facetten und Problemen (ProPotsdam u.a.), die Garnisonkirche, das Rechenzentrum, Corona mit seinen Auswirkungen (z.B. für die Kulturszene) und die ersten Wahlkampfaspekte.

    Der Rückblick zeigt auch, was alles unerledigt geblieben ist! So z.B. die Einbeziehung der Stadtgesellschaft beim Thema Kirchenschiffalternative. Es fehlt immer noch an einem klaren Bekenntnis zum Kompletterhalt des Rechenzentrums. Eine Milieuschutzsatzung fehlt ebenfalls noch. Das Baulandmodell bleibt vieles schuldig. Es wirft keine Sozialwohnungen ab. Hinter Krampnitz müssen Fragezeichen gesetzt werden. Ebenso hinter dem Grundanstrich der Grünen, denn ihre Politik ist alles andere als ökologisch-grün. Das wurde am Bsp. Staudenhof deutlich.

    Es gibt noch viel zu tun!

    Hier der Rückblick im Überblick:

  • Auslaufmodelle

    Die Bundesnotbremse läuft heute am 30. Juni 2021 aus. Schon gestern wurde der deutsche Fußball bei der EM ein Auslaufmodell. Ebenso wie Jogi Löw. Selbst der Bundeswehreinsatz in Afghanistan hat nach fast 20 Jahren nun ein Ende gefunden. Auch das Ende der Kanzlerinnenschaft von Frau Merkel rückt in greifbare Nähe. Nur der Streit um die Garnisonkirche und das Areal darum, findet kein Ende. Kann er auch nicht.

    Erst kürzlich, am Vorabend des Jahrestages des Zusammenfalls des Turms der ehemaligen Hof- und Garnisonkirche (19.06.1968), machte das Kuratorium der Stiftung GK von sich reden. Die Terminwahl passt zum Opferkult der Stiftung, den sie selbst zelebriert. Sie äußerte sich zum Design-Thinking-Prozess den OBM Schubert (selbst funktionales Mitglied dieses Kuratoriums) organisiert hat. Die Stiftung überraschte erneut mit Selbstverständlichkeiten und Belanglosigkeiten.

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  • Die SPD und die Mieter*innen – ein gespanntes Verhältnis

    Die SPD und die Mieter*innen – ein gespanntes Verhältnis

    Die Antwort vom 21. Mai 2021 war kurz und deutlich:

    „Sehr geehrte Herren, erst vor kurzem hatten Sie sich bereits an die Verwaltung gewandt und eine ausführliche Stellungnahme erhalten. Auch waren bereits mehrere Stadtverordnete unserer Fraktion mit Ihnen im Austausch. Aufgrund der genannten Punkte ist aus unserer Sicht gegenwärtig eine weitere Diskussion nicht erforderlich. Mit freundlichen Grüßen, i.A. Christopher Sokol, Geschäftsführer SPD-Stadtfraktion“

    Das war der vorläufige Höhepunkt der Versuche von Mieter*innen, mit der SPD in Potsdam in einen Dialog über deren Sorgen und Ängste vor Mieterhöhungen und Verdrängung zu treten.
    Die Geschichte, welche vor allem die Menschen aus der Teltower Vorstadt erzählen, steht symbolisch für den Umgang der SPD mit Mieter*innen in der Stadt.

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  • Freiräume erhalten!

    Selbst die wenigen emanzipatorischen Freiräume in der Innenstadt von Potsdam sind Einigen offensichtlich ein Dorn im Auge. Noch gibt es Orte wie das studentische Kulturzentrum KUZE, wo sich Menschen engagieren und treffen können, die keine Mieten von 60 €/ m² zahlen können, wie für Gewerbe in gleicher Lage inzwischen aufgerufen werden.
    Ein paar Nachwuchskarrieristen von RCDS und anderen haben eine Kampagne gegen das KUZE gestartet und durften ihre Verdächtigungen und Falschaussagen diese Woche in der MAZ veröffentlichen.
    Nun hat das KUZE Kollektiv geantwortet:
    Wir dokumentieren.